Was für ein Freitag!

Das hat man als Lektor auch nicht oft: dass an einem Tag gleich vier brandneue Titel aus dem eigenen Programm auf dem Schreibtisch landen! Damit stellen sich diese Bücher also jetzt dem „rauen Wind des Marktes“ – mal schauen, welches sich am besten durchsetzt:

1. Kunst und Sex und Schokolade: Warum wie mögen, was wir mögen von Paul Bloom – Psychologe an der Yale University und ein Autor, der, so Globe and Mail, „die Gabe hat, wunderbar klar zu schreiben … Er führt uns – mit dem Blick eines Philosophen – auf eine große Reise durch Biologie und Psychologie.“ Und Newsweek meint: „Ein Buch über Sex, Essen, Kunst und Spaß – wer könnte da widerstehen? Wohl niemand. Das Buch handelt von all diesen Dingen, aber man darf es ganz ohne Schuldgefühle genießen, weil es ein tiefes Verständnis von Philosophie, Entwicklungspsychologie und Evolutionstheorie vermittelt … Die Lektüre ist wie gemeinsames Sternengucken mit seinem coolen Lieblingsprofessor, wenn man high ist.“ (Ich weiß zwar nicht, wie das ist, aber klingt gut …) Mehr Infos zum Buch gibt’s hier.

2. Schrödingers Hund: Quantenphysik (nicht nur) für Vierbeiner – wenn Emmy, die Hündin des Autors Chad Orzel, die Quantenphysik versteht, dann sollte es doch auch allen interessierten menschlichen Lesern möglich sein. Also nichts wie ran! Wie heißt es im Klappentext: „Lassen Sie sich nicht dabei ertappen, schlechter informiert zu sein als Emmy. Schrödingers Hund zeigt Ihnen das Universum, das unserer Alltagswelt zugrunde liegt, mit all seiner Zufälligkeit und Unbestimmtheit und mit all seinen Wundern. „Vergessen Sie Schrödingers Katze“, sagt Emmy, „in der Quantenphysik geht es nur um Hunde.“ Und wenn Sie erst einmal miterlebt haben, wie einem Hund Quantenphysik beigebracht wird, werden auch Sie die Welt mit anderen Augen sehen.“ Das Buch hat für den Schriftsteller John Scalzi („Der wilde Planet“, „Die letzte Kolonie“) schon Folgen gehabt: „Mein Hund Kodi behauptet, dass Chad Orzel Physik viel klarer und mit weit mehr Humor erklärt, als ich es je getan habe. Und er behält mich jetzt nur noch wegen meiner opponierbaren Daumen.“ 🙂 Hier finden Sie mehr zu diesem ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Buch.

3. Klüger als wir? Auf dem Weg zur Hyperinterlligenz – Thomas Grüters intelligente Standortbestimmung in der aktuellen Debatte um Neuro-Enhancement („Hirndoping“) und die künstliche Steigerung der menschlichen Intelligenz. Wie realistisch sind die Visionen und Versprechungen der Befürworter? Und grundlegender: Wie ist Intelligenz eigentlich definiert? Bekommen wir überhaupt zu fassen, was wir da steigern wollen? Grüter ist diesen Fragen mit kritischem Blick nachgegangen. Er beschreibt, was wir heute über die menschliche Intelligenz wissen und wo die Perspektiven und Grenzen einer pharmakologischen, genetischen oder technischen Optimierung unserer kognitiven Leistungen liegen. Ein Blick auf die Forschung zur Künstlichen Intelligenz (KI) und auf die futuristische Vision eines Mind-Uploads rundet das hochaktuelle und spannende Buch ab. Natürlich haben wir auch hier weitere Infos, einschließlich eines kommentierten Inhaltsverzeichnisses. Und mehr zum Autor findet man auf seiner Website.

4. Die unvollkommene Schöpfung: Kosmos, Leben und das versteckte Gesetz der Natur von Marcelo Gleiser – ein unglaublich breit angelegtes Buch und vielleicht der Geheimtipp unter den vier Neuerscheinungen. Es ist ein alter Traum der Menschheit: die Ursprünge des Universums und unseren Platz darin mit einer großen, allumfassenden Theorie zu erklären. Die bedeutendsten Denker, von Pythagoras und Aristoteles bis Galilei, Newton und Einstein, haben den Kosmos mit Konzepten wie Symmetrie, Harmonie und Ordnung zu verstehen versucht. Doch trotz aller Bemühungen ist bis heute keine „Theorie für Alles“ am Horizont erkennbar – aus gutem Grund. In Die unvollkommene Schöpfung belegt Marcelo Gleiser, dass es keinen großen Plan, keine kosmische Blaupause oder übergreifende Erklärung für unsere Existenz gibt. Nach allem, was wir heute wissen, sind Unvollkommenheiten im Gewebe des Universums nicht nur vorhanden – sie stellen vielmehr die treibende, schöpferische Kraft in der Entwicklung des Kosmos und des Lebens dar. Das Universum ist keineswegs elegant. Es ist in grandioser Weise unordentlich.

„Dies ist eine meisterhafte, nachgerade fesselnde Antwort auf die Frage, warum wir eigentlich existieren. Sie ist persönlich, klar und so breit angelegt, wie es die Vorstellungskraft und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse erlauben. Jetzt, da wir auf einen Wendepunkt in der Physik und im Verständnis einiger erstaunlich widersprüchlicher Theorien zusteuern, eröffnet Die unvollkommene Schöpfung den Blick auf das, was danach kommt.“ ABC Radio National

Mehr Informationen und ein Video des Autors zum Buch sind hier zu finden. Und das tollste Cover hat es auch noch.

Viel Spaß beim Lesen (oder Verschenken)!

(FW)

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