Zwischen Nobelpreis und Buchmesse: An den Grenzen der Physik

Gerade sind die drei amerikanischen Physiker Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam G. Riess mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden – und da erscheint in diesen Tagen das ungewöhnliche Sachbuch „Reisen an die Grenzen der Physik“ des indisch-britischen Wissenschaftsjournalisten Anil Ananthaswamy, dessen Prolog wie folgt beginnt:

Prolog
Der zweite Weihnachtstag 2004 war in Berkeley ein heller Wintertag.
Außerhalb eines Cafes an der Ecke Shattuck Avenue/Cedar
Street wartete ich auf Saul Perlmutter, einen Astrophysiker
an der University of California (UC). Der Campus der Universität
schmiegt sich an den Fuß der bewaldeten Berge, die sich steil
am Stadtrand erheben. Ungefähr 300 Meter weiter oben befi ndet
sich das Lawrence Berkeley National Laboratory (LBNL). In den
1990er Jahren beherbergten der Campus der UC und das LBNL
Mitglieder zweier Gruppen von Astronomen, die gleichzeitig
und unabhängig voneinander eine Entdeckung gemacht hatten,
die für großes Erstaunen, ja Bestürzung sorgte: Allem Anschein
nach wird unser Universum auseinandergetrieben.
Perlmutter war der Leiter einer der beiden Gruppen. Mit seinem
enthusiastischen Blick, den großen, durch eine riesige Brille
noch betonten Augen und der hohen Stirn mit zurückgekämmtem
Haar erinnerte er mich immer an Woody Allen. Doch seine
Entdeckung war durchaus nicht komisch; Perlmutter behauptet
sogar, sie habe die Kosmologie in eine Krise gestürzt. Beide besagte
Gruppen hatten weit entfernte Supernovae untersucht und
dabei festgestellt, dass sich die Ausdehnung des Universums, die
Edwin Hubble 1929 als Erster beobachtet hatte, beschleunigt,
statt – wie oft vorhergesagt – verlangsamt. Es sieht aus, als ob
eine geheimnisvolle Energie eine abstoßende Kraft erzeugt, die
der anziehenden Gravitationskraft entgegenwirkt. …

Mehr zu dieser und etlichen anderen „Grenzen der Physik“ sowie zu den Forschern, die an den unwirtlichsten Stellen der Erde Posten beziehen, um solche Grenzen auszuloten, ist nachzulesen in

Ein Wissenschaftssachbuch wie ein Roadmovie – unterwegs zu den unwirtlichsten Forschungsstätten der modernen (Astro-)Physik und Kosmologie und auf der Spur großer Fragen: Was ist Materie? Wie ist das Universum beschaffen? Was können wir vom Urknall wissen?

„Physiker versuchen die entferntesten Bereiche des Raumes und die extremsten Formen von Materie und Energie zu verstehen. Dazu müssen sie sich zu einigen der entlegensten Plätze der Welt begeben – tief unter die Erdoberfläche oder auf die unwirtlichen Berge der eisigen Antarktis. Anil Ananthaswamy führt uns auf eine abenteuerliche Reise um die Erde und durch den Kosmos. Und er zeigt uns, wie die alltägliche Arbeit aussieht, die wir auf der Suche nach einem Verständnis des Kosmos auf uns nehmen müssen.“ Sean Carroll, California Institute of Technology

  • Von der Zeitschrift Physics World zum „Best Physics Book 2010“ gekürt

Mehr Infos zu dem Werk sind hier zu finden.

O-Ton  vom Autor gefällig? Den TED-Talk von Anil Ananthaswamy gibt es sogar mit deutschen Untertiteln! (Subtitles / Interactive Transcript: „German“)

(FW)

Advertisements

Über SpektrumSachbuch

Wir stehen für das Sachbuch-Programm (Lektorat und Presse) von Springer Spektrum!
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s